Möglichst freiwillig

Film und Gespräch mit Allegra Schneider, im Rahmen des Tresen gegen Antiromaismus

Seit ein paar Wochen hängen überall im Bundesgebiet Plakate des Bundesinnenministeriums; darauf steht geschrieben “Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt!” beziehungsweise “DEIN LAND. DEINE ZUKUNFT. JETZT!”

Die Plakate werben in sieben Sprachen für die Inanspruchnahme für die Neuauflage eines Rückkehrprogrammes “StartHilfe Plus”. Für eine freiwillige Rückreise zum Beispiel nach Afghanistan oder Pakistan sollen “freiwillig Rückkehrende” bis zu 1.200 Euro Unterstützung im Herkunftsland bekommen. Das Signal der Bundesregierung ist eindeutig. Geflüchtete sollen “möglichst freiwillig” und möglichst schnell dort hin gehen, wo sie hergekommen sind.

Zijush ist 13 Jahre alt, als er Deutschland verlässt. Er muss mit seiner Familie zurück in die mazedonische Hauptstadt Skopje. Seine Freunde und Freundinnen aus der Schule wollen das nicht akzeptieren. Weil Zijush in Skopje noch nicht wieder in die Schule geht, rufen sie ihn an und holen ihn per Smartphone in den Unterricht zurück. Seine Geschichte zeigt der Film “Möglichst freiwillig”. Hintergrund des Films ist die erzwungene Migration der Roma zwischen Nordwest- und Südosteuropa. Er zeigt die Erfahrung der Gehenden und auch derjenigen, die verlassen werden.

Im Anschluss sprechen wir mit Allegra Schneider über ihren Film und über unsere gemeinsame Recherchereise mit dem Sächsischen und dem Bremer Flüchtlingsrat zu abgeschobenen Roma in Serbien, Mazedonien und Kosovo.

Kommt vorbei und diskutiert mit uns. Wir freuen uns auf Eure Fragen und Beiträge.